Schlagwort-Archiv: Papstbesuch

DoubleFacePalm

Denkmal für Benedikt in Berlin?

Manche Leute kommen auf Ideen…

Die Bundestagsabgeordneten Frank Steffel (CDU) und Stephan Mayer (CSU) wollen ein Denkmal für den emeritierten Papst Benedikt XVI. an zentraler Stelle in Berlin aufstellen lassen. Das meldet auch katholisch.de.

Die beiden Herren sind der Meinung, dass Joseph Ratzinger nicht in Vergessenheit geraten dürfe, da “sein Verdienst und sein stetiger Einsatz für die katholischen Christen auf der ganzen Welt” des Erinnerns wert sei.

Ich schlage vor, dass Ratzinger dann als 3 cm hohe Bronzefigur neben dem Giordano-Bruno-Denkmal am Potsdamer Platz aufgestellt wird – einfach, um die Relationen zu wahren.

Papst angezeigt

Ein Mann aus Dortmund hat bei der Stadt Freiburg Anzeige gegen Papst Benedikt XVI. erstattet, weil dieser bei seinem Besuch im September im Papamobil nicht angeschnallt war.[...]

Der Mandant biete in seiner Anzeige bei der Stadt Freiburg nicht nur zwei eigene Zeugen auf, sondern verweise auch auf den Erzbischof von Freiburg, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). Diese könnten die Ordnungswidrigkeit sicher ebenfalls bezeugen, sagte Sundermann.

Je nach Schwere des Verstoßes und den Einkommensverhältnissen des Papstes könnte die Stadt nach seinen Angaben wegen Verletzung der Gurtpflicht ein Bußgeld zwischen 30 und 1000 Euro verhängen.

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Papstbesuch, Brief an den Polizeipräsidenten

An
„Der Polizeipräsident in Berlin“
LKA 531
Bayernring 44
12101 Berlin

Betrifft: 110921-1500-022305

Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident,

am 21. September 2011 realisierte ich zusammen mit meinem Kollegen Linus Heilig eine Kunstaktion in Berlin, bei der wir als Papst und Hitler Arm in Arm Unter den Linden bis zum Reichstag spazierten. Wir bezogen uns damit kritisch auf das sog. Reichskonkordat, das 1933 zwischen dem Nazi-Staatund dem Vatikan geschlossen wurde und als einziger Staatsvertrag der Nazis bis heute in Deutschland gilt.

Die künstlerische Regie bei der Aktion habe ich geführt und für die gesamte Aktion die Verantwortung übernommen. Mit meinem Schreiben vom 9.10. bat ich Sie, dafür zu sorgen, dass Ihre Beamten das Grundrecht der Kunstfreiheit und das StGB § 86-86a kennen und respektieren, wonach das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Wissenschaft und der Kunst straffrei sind.

Statt einer Antwort erhielt nun mein mitwirkender Kollege eine „Vorladung als Beschuldigter“ von einem „Bearbeiter Batram“ des „Polizeilichen Staatsschutz“. Handelt es sich dabei um groben Unfug oder ist es Ihnen nicht möglich gewesen, Ihre Beamten aufzuklären?

Ich bitte Sie dringend, Ihre Beamten zu einer sinnvollen Tätigkeit anzuhalten und uns nicht weiterhin mit solchem polizeilichen Quatsch auf Steuerkosten zu belästigen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram P. Kastner

Institut für Kunst und Forschung

[Übernahme von GBS Köln, Bonn, Düsseldorf]

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Theologen rätseln über Benedikts XVI. Worte

(hpd) Die Erklärungen von Benedikt XVI. im Freiburger Konzerthaus am vergangenen Sonntag sind auch von Laizisten in SPD und Linkspartei begrüßt worden. In der SPD wurden die Ausführungen des Papstes über die „Entweltlichung“ der Kirche und den Abschied von materiellen und politischen Privilegien als Plädoyer für eine stärkere Trennung von Staat und Kirche beurteilt. Laizisten der Linkspartei meinten, der Vatikan sei „nicht unbedingt das beste Vorbild für diese neue Armut“.

Derzeit herrscht großes Rätselraten unter deutschen Bischöfen und Theologen, nach dem Benedikt XVI. in der Abschiedsrede zu seiner Deutschland-Tour in der vergangenen Woche die ihm Gläubigen dazu aufforderte, eine weitere Trennung von Staat und Kirche als Herausforderung anzunehmen. „Die Geschichte kommt der Kirche in gewisser Weise durch die verschiedenen Epochen der Säkularisierung zur Hilfe, die zu ihrer Läuterung und inneren Reform wesentlich beigetragen haben“, meinte das katholische Kirchenoberhaupt.

Benedikt XVI. verwies auf biblische Sagen, wonach die „Entblößung“ von weltlichem Reichtum das missionarische Handeln immer wieder glaubhaft gemacht habe. „Die geschichtlichen Beispiele zeigen: Das missionarische Zeugnis der entweltlichten Kirche tritt klarer zutage. Die von ihrer materiellen und politischen Last befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein“, bilanzierte der Papst seine Auffassung über die künftige Strategie im Rahmen der vor einem Jahr offiziell ausgerufenen Neuevangelisierung Europas.

Entsetzen hat sich deshalb nun unter den Hütern des Katholizismus in Deutschland breitgemacht, die sich mit den materiellen und politischen Lasten bisher ziemlich gut arrangiert hatten: Die Finanzierung von Klerikergehältern durch die allgemeinen Steuerzahler, der staatliche Kirchensteuereinzug, das Recht auf Verbreitung von Glaubenswahrheiten in öffentlichen Schulen, Theologie an Universitäten sowie die mit Hilfe der Rechtsprechung von Bundesverfassungsrichtern fundamentierte Drangsalierung gläubiger Arbeitnehmer oder effektive Methoden zur Diskriminierung konfessionsfreier Menschen.

Weiterlesen im Originalartikel (hpd)

Unmutston*

Ei wie fromm der Papst jetzt lacht,
wenn er zu den Bischöfen sagt:
“Lasst euch von Politik den Glauben
und ird’schem Gut fortan nicht rauben.
Befreit die Kirche von den Lasten,
und widmet euch Gebet und Fasten.”

Die Bischöfe sind baß erstaunt:
Was hat der Pontifex geraunt?
Will er auf Macht im Staat verzichten,
auf Steuern gar – das wohl mitnichten!
Sind Privileg und Pfründe dann
im Eimer? Nein, das geht nicht an.
Drum rufen sie derzeit vereint:
“Der papa hat’s nicht so gemeint!”

*nach Walther von der Vogelweide

papst_kommt

Do. 22.9. – Potsdamer Platz – 16:00 Uhr

BERLIN. (hpd) Auf dem 6. und letzten Netzwerktreffen „Der Papst kommt“ haben die beteiligten 65 Organisationen die Demonstrationsroute einvernehmlich gebilligt, das Motto der Demonstration diskutiert und beschlossen sowie weitere Details der Demonstration festgelegt. In entspannter, fröhlicher Stimmung sind die Kritiker des Papstes und seiner Politik damit in die letzte Runde gegangen.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte am vergangenen Mittwoch (14.9.) in einem Eilverfahren die Entscheidung der Versammlungsbehörde bestätigt, dass das Brandenburger Tor auf beiden Seiten nicht als Startpunkt und Auftakt der Demonstration zugelassen sei und nur den Potsdamer Platz für die Auftaktkundgebung und den Demonstrationsbeginn genehmigt. In der Frage der Demonstrationsroute hatte sich das Gericht allerdings flexibel gezeigt und einen Kompromiss angenommen, dass die Route doch nördlich der strikten Ost-West-Achse der Leipziger Straße, die weiter weg vom Geschehen gewesen wäre, in einem nördlichen Bogen verläuft. Die auf dem 6. Netzwerktreffen anwesenden Organisationen haben einstimmig diese Route gebilligt, so dass sie jetzt von beiden Seiten akzeptiert und damit fixiert ist.

Weiterlesen im Originalartikel: hpd